Pilzlexikon: Nachschlagewerk rund um Pilze
Zapfen
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Vitalpilz (Heilpilz): Rotrandiger Baumschwamm
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Stärkung des Immunsystems.
Gut für die Bauchspeicheldrüse und aufgrund seiner krebshemmenden Inhaltsstoffe immer willkommen zur begleitenden Krebstherapie.
Enthält Polysaccharide (Triterpenen, Heterogalactane, β-Glukane).
Gut gegen rheumatische und entzündliche Erkrankungen.
Soll gut zur Schmerzstillung oder zumindest Reduzierung von Schmerzen dienen.

Velum universale (Gesamthülle)
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Im Gegensatz zum Velum partiale umhüllt Velum universale den gesamten Pilz von der Hutspitze bis zum unteren Stielende.
Das Velum universale ist eine dünne Membran, die vollständig um Stiel und Hut wächst, sie spannt sich also von der Spitze des Huts bis zum unteren Stielende und zerreisst bei der Reife.
Die schüsselförmigen Überreste an der Basis werden in diesem Fall auch "Scheide" (Volva) genannt, und manchmal mit einer "Knolle" verwechselt.

Velum partiale (Teilhülle)
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Ist bei jungen Pilzen eine Schutzmembran, die sich vom Hutrand zum oberen Stielende spannt, die sich entwickelnden Lamellen bedeckt und beim Reifen des Pilzes einreisst, um als Ring (Manschette) am Stiel, als Schleier (Cortina) oder als Hutrandrest zurückzubleiben.
Schirmt die Lamellen oder Röhren vor Austrocknung und Schädlingen ab.
Bleibt nach dem Öffnen des Hutes als Ring (Anulus) am Stiel, als spinnwebartige Fäden (Cortina bei Schleierlingen) oder als faserige Schleierreste am Hutrand zurück.
Kann häutig, gerieft, flockig oder schleimig sein, je nach Pilzart.

Beispiele für Pilze mit Velum partiale:
Wulstlinge: Da bleibt das Velum oft als häutiger Ring am Stiel oder als Hutschuppen erhalten.
Schleierlinge: Da bleibt das Velum typischerweise als spinnwebartige Cortina erhalten, die oft rostbraun von den Sporen gefärbt ist.
Schmierröhrlinge: Da bleibt das Velum oft als Ring oder Drüsenpunkte am Stiel erhalten.
Schirmlinge: Da bleibt das Velum oft als flüchtiger, nicht verschiebbarer Ring erhalten.

Tanne (Weisstanne) vs Fichte (Rottanne)
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Unterschied Fichte zu Tanne:
Fichtennadeln stechen, Zapfen hängen nach unten.
Tannen-Nadeln stechen nicht, Zapfen stehen aufrecht.
Fichtenzapfen fallen als Ganzes zu Boden, während Tannenzapfen schon am Ast zerfallen.

Stiel mit Netz
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Feine, adrige Erhebung auf dem Stiel in Form eines Netzes.
Ein maschenartiges Muster, das sich meist andersfarbig darstellt.
Oft bei den Röhrlingen wie Steinpilz oder Netzstieliger Hexenröhrling zu sehen.

Pilze reinigen
Ich reinige Pilze aus Prinzip nie mit Wasser.
Selbst Pfifferlinge werden von mir Stück für Stück mit dem Pinsel gereinigt.
Bei Röhrlingen habe ich manchmal noch ein feuchtes Tuch, um den Hut abzureiben, aber das war es dann.
Kommt hinzu, dass ich immer nur gereinigte Pilze nach Hause bringe.
Das hat mehrere Gründe.
Zum einen gehören Pilzabfälle in den Wald, vor allem die Fruchtschicht bei Röhrlingen.
Auch hatte ich schon des Öfteren Zecken im Pilzgut, was meine Partnerin zu spüren bekam.
Pfifferling
Der Pfifferling ist sehr variabel, es soll x verschiedene Varietäten geben.
Aber für Speisepilzsammler spielt das keine Rolle, denn alle Arten sind ausgezeichnete Speisepilze!
Man muss nur erkennen, dass man einen Leistling vor sich hat.
Pfifferlinge eignen sich auch ausgezeichnet zum Trocknen, wie eigentlich alle Leistlinge.
Mit Ausnahme von Schweinsohren, welche ich noch nie getrocknet habe, käme aber auf einen Versuch an.
Makroskopische Unterschiede von Röhrlingen mit roten Röhren
Blasshütiger Purpurröhrling:
Huthaut nicht blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch nur Hut blauend.
Blaufleckender Purpurröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend.
Büscheliger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend.
Dupains Hexenröhrling:
Huthaut nicht blauend, ohne Netz am Stiel, Fleisch etwas blau anlaufend.
Falscher Satansröhrling:
Geruch Liebstöckel, Zichorien oder Sellerie, Huthaut nicht blau anlaufend, mit Netz am Stiel, Fleisch etwas blauend.
Flockenstieliger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, ohne Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend.
Gelbhütiger Purpurröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend.
Glattstieliger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, ohne Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend.
Kurznetziger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark schwarzblau anlaufend.
Netzstieliger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark schwarzblau anlaufend.
Ochsenröhrling:
Huthaut blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch stark blau anlaufend, später rötend.
Satansröhrling:
Huthaut nicht blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch nur wenig blau anlaufend.
Weinroter Purpurröhrling:
Huthaut nicht blauend, mit Netz am Stiel, Fleisch etwas blau anlaufend.
Wolfsröhrling:
Huthaut nicht blauend, ohne Netz am Stiel, Fleisch etwas blau anlaufend.
Zweifarbiger Hexenröhrling:
Huthaut blauend, ohne Netz am Stiel, Fleisch stark schwarzblau anlaufend.
Genattert
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Ein waagerechtes Aufreissen der äusseren Stielrinde, oder durch Reste vom Velum.
Eine bandähnliche Verfärbung am Stiel, welche aussieht wie ein Zickzackmuster.
Ein gutes Beispiel ist der Parasol und ein Merkmal von Gürtelfüssen.

Bereift
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Oberfläche mit mehligem Belag überzogen, meistens der Hut, aber auch am Stiel vorkommend.
Sieht aus wie der Morgenreif auf Blättern.

Behangen
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Wenn Reste des Velum am Hutrand hängen bleiben.

Abwurfpräparat, Sporenabdruck
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Man legt einen Pilzhut mit der Fruchtseite unten auf ein weisses Blatt Papier oder noch besser auf eine Glasscheibe, im Falle, dass die Sporenfarbe weiss ist.
Nach einigen Stunden befinden sich genügend Sporen auf dem Papier oder Glas.
Diese können dann farblich betrachtet werden.