Blog: Berichte und Eindrücke
08. April 2026
Zu warm und zu trocken.
Am Mittwoch hatte ich eine Exkursion, welche aber zum Leidwesen aller nicht sehr erfolgreich war. Bis auf eine übriggebliebene Morchel war in einer 2-stündigen Suche nichts zu finden. Aus meiner Sicht einfach zu heiss und zu trocken. Jetzt hoffe ich auf Regen und vernünftige Temperaturen, ansonsten werde ich meine Suche dieses Jahr schon früher in die Höhe (>1000m) verlegen.
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Übriggebliebene Morchel
06. April 2026
Auf der Suche nach Frühjahrslorcheln.
Um meinen Kursteilnehmern auch mal den giftigen Doppelgänger der Morcheln zu zeigen, habe ich mich an der unteren Emme umgesehen. Aus früheren Exkursionen weiss ich, dass da immer mal Frühjahrslorcheln zu finden sind. Aber weder Lorcheln noch Morcheln waren zu finden, was mich nicht verwundert hat. Schon beim Betreten des Waldes merkte ich, wie trocken der Boden war.
05. April 2026
Noch keine Speisemorcheln in Sicht.
Heute auf 400 m im Auenwald unterwegs, auf der Suche nach Morcheln. Im Gegensatz zu den Spitzmorcheln, sind die Speisemorcheln oder artverwandte noch nicht vorhanden in meinen Gebieten. Hoffe aber, dass sich das bis Ende der nächsten Woche ändert.
26. März 2026
Wachsen Spitzmorcheln nach Frost weiter?
Meine Beobachtungen der letzten Jahre von Spitzmorcheln haben mich zu der Erkenntnis gebracht, dass Morcheln bei einem Wachstumsstopp nicht mehr weiterwachsen. Da ich Anfang März regelmässig einmal in der Woche meine Morchelplätze kontrolliere und so den Fortschritt des Wachstums mitverfolge. Habe ich bemerkt, dass, wenn die Bedingungen für die Morchel nicht optimal sind, sie nicht mehr weiterwächst. So konnte ich kleine Morcheln beobachten, die nach drei Wochen immer noch gleich gross waren, während daneben neue gekommen sind, die aber schon grösser sind. Soll die Spitzmorchel wirklich gross werden, müssen die Wetterbedingungen mindestens 3–5 Tage optimal sein. Wie gesagt, das ist meine persönliche Einschätzung, ohne wissenschaftlichen Beleg.
14. März 2026
Schwere Symptome Morcheln
Dieses Jahr wurde der Text zu möglichen Vergiftungssyndromen nach dem Genuss von Morcheln im Leitfaden für Pilzkontrolleure aktualisiert. Grund für die Anpassung sind schwere Magen‑Darm‑Symptome nach Morchelgenuss. In seltenen Fällen sind derartige Beschwerden auch in der Schweiz aufgetreten, bisher ausschliesslich nach dem Verzehr nicht ausreichend gekochter Morcheln aus dem Handel. Tox Info hat die Informationen auf ihrer Website entsprechend angepasst: Siehe Toxinfo Da es sich nicht um unkontrolliertes Sammelgut handelt, werden keine Notfallpilzexperten zu Rate gezogen; Tox Info Suisse arbeitet direkt mit den Spitälern zusammen. Dennoch ist es wichtig, dass die Pilzkontrollpersonen über die selten auftretenden, schweren Verläufe informiert sind. Der Grund für die akuten, schweren Verläufe ist bislang nicht bekannt. In den betroffenen Ländern (Europa, Nordamerika) wird derzeit nach möglichen Ursachen gesucht.
10. März 2026
Morchel-Erkundungsrunde
Bis auf die zwei, die ich schon letzte Woche fand, konnte ich keine neuen entdecken. Auch sind diese nicht merklich gewachsen, nur eine ist jetzt etwa 3cm gross. Ich sehe zwei Gründe: Erstens zu wenig Feuchtigkeit und zweitens die kalten Nächte. Wie schon mal erwähnt kann das in einer geschützten Lage ganz anders aussehen. Da es ab nächster Woche eher wieder kälter wird, rechne ich erst so ab Ende mit den ersten Morcheln zum Sammeln.
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28. Februar 2026
Erste Suche nach Morcheln!
Obwohl es noch etwas zu früh ist, normalerweise gehe ich erst so ab Mitte März das erste Mal nachschauen. Da aber die Tagestemperaturen sehr hoch waren, wollte ich trotzdem mal sehen, ob sich schon etwas zeigt. Aber leider war noch keine Babymorchel zu sehen, dürfte an den tiefen Temperaturen in der Nacht liegen. Was aber nicht heisst, dass an anderen Plätzen, vor allem in Stadtnähe und geschützter Lage, nicht doch schon was zu finden ist. Auch wenn ich nichts gefunden habe, war es schön, endlich wieder im Wald zu sein. So konnte ich kontrollieren, wie die Plätze aussehen, falls da Waldarbeiten stattfanden.
29. Januar 2026
Rückgang der Speisemorcheln
In den letzten Jahren habe ich in meinem bevorzugten Speisemorchelgebiet immer weniger gefunden. Es gibt mehrere Gründe, warum das so ist, aber gerade heute, als ich auf einer Erkundungstour war, konnte ich sehen, warum das so ist. Immer anfangs des Jahres gehe ich meine Gebiete ab, um zu sehen, was sich verändert hat. So konnte ich heute feststellen, dass in der Zwischenzeit noch mehr Bäume einfach umgefallen sind. Vor allem waren es natürlich Eschen, aber das ist nicht der einzige Grund. Auch nicht, dass es inzwischen mehr Sammler als Morcheln gibt. Der hauptsächliche Grund ist aus meiner Sicht die Veränderung des Bodens, durch das viele alte Holz, welches liegen bleibt und dadurch auch zur Versauerung des Bodens beiträgt.
25. Januar 2026
Die Uhr tickt
Hallo liebe Pilzfreunde Vielleicht geht es euch wie mir, langsam fängt es wieder zu kribbeln an. Die neue Pilzsaison steht vor der Tür, okay, wer Winterpilze sammelt, für den nicht. Ich persönlich finde es immer wieder schön, mal eine Pause zu machen. Umso mehr freue ich mich dann auf die Morchelsaison, welche für mich je nach Wetter im März beginnt. Wobei es auch schon Jahre gab, in denen ich im Februar schon unterwegs war. Die ersten Male sicher noch zum Sammeln, sondern einfach nur schauen, was so kommt. Ich werde euch sicher, sobald ich die ersten Morcheln finde, Bescheid geben.
07. Dezember 2025
Rückblick 2025
Das Pilzjahr 2025 war aus meiner Sicht, eher ein schlechtes Jahr. Aber vor allem sehr widersprüchlich: Es gab Plätze mit gutem Pilzwachstum, aber ich hatte auch Plätze, welche sonst immer hervorragend waren, wo das Wachstum eher spärlich war. Aber auch das plötzliche Saisonende der Röhrlinge am 10. Oktober, weshalb ich einige Kurse absagen musste. Was Steinpilze anbelangt, war vor allem das Wachstum der Sommersteinpilze gross, welche in den letzten Jahren eher wenige zu finden waren. Nun hoffe ich auf ein gutes Pilzjahr 2026.